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24h- Radrennen auf der Nordschleife ... - 2004 |
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24h-Radrennen auf der Nordschleife des Nürburgringes
Schon die Anreise war für uns was neues: Bekannte hatten uns einen
Wohnwagen geliehen. Er sollte uns auf dem Vorplatz der Boxen als
Schlafgelegenheit dienen. Großes Hallo beim vorabendlichen Einrichten:
Stephan aus Quedlinburg und Karin und Fritz Nickel wollten ebenfalls
mal das Radfahrflair auf dem Ring kennen lernen. Fritz erzählte, dass
er vor langer Zeit hier auf dem Ring mal Autorennen gefahren ist ....
dieses Mal sollte ihm kein Motor helfen.
An unserem Starttag füllte sich der Vorplatz mit Radfahrern aus ganz
Europa und es war toll anzusehen, wie die Motorräder um den Ring
jagten: Prüf- und Einstellfahrten nannte sich das.
Und dann waren wir dran:
Freitag 19:30Uhr Start bei nieseligem Wetter, nachts ca. 9Grad Celsius,
tagsüber viel, und zum Teil heftiger Regen, Temperaturen oft nur bei
11-12Grad Celsius, und die Zieleinfahrt am Samstag um 19:30Uhr bei
nieseligem Wetter. Zwischendurch das besondere Flair des Nürburgringes
mit Versorgung aus den Boxen heraus, da wo sonst die Rennautos stehen,
ein Rundkurs mit Ansprüchen: ca. 20km mit ca. 520Hm, einer der vielen
Anstiege mit ca. 17% (Hohe Acht)und einer Abfahrt mit einer
Spitzengeschwindigkeit bis ca. 70km/h (Fuchsröhre)(... schneller traute
ich mich nicht bei der feuchten Fahrbahn). Keinerlei Schlaglöcher oder
Unebenheiten – traumhaft.
Durch die immer gleichen Runden konnte man sich mit der Zeit auf jede
Kurve, Anstieg oder Abfahrt einstellen und auch mal seinen Gedanken
nachgehen, Emotionen waren pur, und der Durchhaltewillen sollte schon
mehr als vorhanden sein. Aus der Box heraus versorgte mich Heike mit
allem Essbaren und Getränken. Für die Betreuer war es mindestens ebenso
hart, da der Wind und die Kälte vor den Boxen nicht halt machte.
Ein Lagerschaden im Hinterrad „kostete“ mich dann einige Runden, da ich
ein Ersatzrad nicht mitgenommen hatte. Die Mechaniker vor Ort waren
aber sehr bemüht, mir zügig zu helfen.
Insgesamt ein Erlebnis, welches ich nicht missen möchte und in mir
wieder vieles positives ausgelöst hat. Es war mein erstes
24-Stunden-Rennen – eine tolle Art, die meiner Stärke, auch in der
Nacht recht fit und zügig unterwegs sein zu können, sehr entgegen kommt.
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