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Brevet Kiel 600 km - 2007 |
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Vierte Qualifikation für Paris-Brest-Paris 2007 geschafft.
... und damit steht dem Start am 20. August nichts mehr im Wege.....
Der abschließende Qualifikationsbrevet über 630 km hatte von allem
etwas zu bieten, waren doch die Wettervorhersagen schon mal eindeutig:
Wind aus Süd-West mit 6 – 8 Windstärken, Schauer und
nachts unter 10°
Celsius. Dementsprechend ausgerüstet starteten zehn Randonneure am Freitag um
21 Uhr in die Nacht hinein. Auf dem Weg gen Norden gings über die
Levensauer Hochbrücke, wo wir just in dem Moment rüberfuhren, als die
Norwegian Dream gerade ihre Schornsteine unter der Brücke
hindurchfahren lies. Auf dem Weg nach Flensburg ging dann auch die
Sonne langsam im Westen unter. Die Nacht brach herein und unsere Lampen
sollten ihren ersten Lichttest beginnen. Bis Flensburg gab’s ein wenig
Schiebewind, der sich dann bis nach Ribe in einen leichten Seitenwind,
der uns danach dann bis Esbjerg als heftiger Seitenwind bis morgens um
04:00 Uhr begleitete. An ein gleichmäßiges fahren und treten war gar
nicht mehr zu denken, die Böen waren schlicht zu heftig. Da Esbjerg
noch schlief, gab’s nur leichte Tankstellen-Verpflegung. Der
aufgehenden Sonne entgegen „flogen“ wir mit dem Süd-West-Wind nach
Silkeborg, der Kontrolle für unsere „Halbzeit“. Von Flensburg bis
Silkeborg hatten wir ab und zu einen Schauer, meist waren sie aber vor
uns und wir kamen doch relativ trocken durch.
In Silkeborg konnten wir in der Innenstadt endlich etwas essen, die
Sonne schien, wir wären gerne länger geblieben. Es lagen nur noch 300 km
vor uns und da sollte man beizeiten sehen, dass man weiterkommt. Denn
eines wussten wir: die Sonne wärmte ein wenig den stürmischen Süd-West
und es gab bis Flensburg kaum einen längeren Abschnitt wo wir uns vor
dem Gegenwind verstecken konnten. Unsere Sechser-Gruppe, die seit
Esbjerg gut harmonierte, lief auch weiterhin sehr gut. Silkeborg –
Horsens –und dann bis Krusa auf der 170 (in Dänemark sind alle Strassen
mit Nr. versehen) südwärts.
Speziell auf diesen ca. 140 km konnten wir „lernen“, was für ein Gefühl
es ist, schon in 10 km Entfernung die herannahenden Autos zu erkennen –
so und noch viel heftiger soll es ja beim RAAM zugehen. Schnur gerade
Streckenführung mit ordentlich Höhenmeter und kein Radweg; und das auf
einer gut ausgebauten „Bundesstraße“. Auf diesem Stück sank dann unser
bis Silkeborg knapper 30er Schnitt rapide, wer mussten dem Wind mit
viel Kraft entgegenarbeiten; Windschatten war nicht wirklich möglich.
Flensburg – wieder deutscher Boden – um 23:00 Uhr. Ganz bewusst habe ich
mir hier eine 20-minütige Kurzschlafpause gegönnt .... ich wollte mal
wissen, ob ich das mit meiner Entspannungstechnik noch beherrsche, oder
für Paris-Brest-Paris noch besser aktivieren muss. Es klappte und
nachtmäßig gut verpackt fuhr ich die letzten 100 km nach Kiel allein
durch die Nacht ... was auch dieses mal wieder ein wahrer Genuss war.
Nach etwas mehr als 31 Stunden unterwegs, einer Netto-Fahrzeit von
24:36 Stunden, einem knappen 26er Schnitt und ca. 2800 Höhenmetern war
die Qualifikation für Paris sicher geschafft.
Die nächsten Tage dienen der Regeneration, denn der Po hat , zum Glück,
nur wenig gelitten, die kleinen Fußzehen sind ebenso wie der rechte
kleine Finger noch ein wenig am schlafen. Körper, Geist und Seele
müssen erst wieder zusammenfinden, damit die Vorbereitungen und das
Training der kommenden acht Wochen sinnvoll durchgeführt werden kann.
Abschließend eine Frage an Interessierte für das Außergewöhnliche: Bei
Paris-Brest-Paris möchte ich mit einem kleinen Team an den Start gehen.
Dieses soll meine Versorgung und Betreuung sicherstellen, da ich mir
ein entsprechendes Ziel gesetzt habe: ca. 10 % schneller als beim
letzten Mal. Bei Interesse bitte ich um Kontaktaufnahme unter
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oder 01 78 - 3 66 45 90.
Euer Wolfgang
28. Mai 2007
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