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Brevet Weserbergland 400 km - 2007 |
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Dritte Qualifikation für Paris-Brest-Paris 2007 geschafft.
Weserbergland – landschaftlich rechts und links der Weser, sehr viele
Hügel mit bis zu 13% Steigungen – aber klar auch mit den entsprechenden
Abfahrten. Die 13% Steigungen waren dann auch der Einstieg in den nächtlichen Teil der zu fahrenden 400km im Weserbergland.
Denn tagsüber ging es von Hessisch Oldendorf ( westl. vom Flughafen
Hannover/Langenhagen), direkt an der Weser über Vlotho nach Warburg und
dann nach Hann. Münden ( liegt ganz in der Nähe von Kassel ), der südlichste Punkt (km
193)unseres Brevet. 15 Uhr 10, volle Innenstadt, schön warm,
Straßencafe’s voller Menschen und wir gerade mal die Hälfte unserer
Fahrt in den Beinen – und schon ging’s weiter zurück nach Norden in den
Solling (westl. vom Harz) hinein. Bodenfelde – Amelith – Beverungen –
hier waren die Speicher dann total leer – Tortelinie mit Hackfleisch
und Malzbier weckten dann wieder die Lebensgeister für die anstehende
Nachtfahrt.
Vorsorglich zogen wir dann auch die Arm- und Beinlinge wieder an,
ebenso wie ein zusätzliches Shirt oder Windbraker, denn die Nacht
sollte kühl werden. Weiter ging’s nordwärts über Bodenwerder nach
Stadtoldendorf; hier hatte ein Italiener ein Einsehen mit uns und
servierte uns noch eine „nur drei Minuten“ Tomatensuppe mit einem
gehörigen Schlag Sahne obendrauf – wir sahen wohl schon ziemlich kaputt
aus um 22:45. Uhr
Die letzte Kontrolle Autobahnrasthof Lauenau war über Wallensen –
Coppenbrüge - Bad Münder von uns zu fahren. Erschwerend kam ein böiger
Gegenwind hinzu. Auf der Autobahnraststätte kam dann eine
Polizeistreife zu uns und wollte gerne wissen, was wir als Vierergruppe
denn zu so später/früher Nachtzeit auf der Strasse machen würden. Erst
der Blick auf unsere Kontrollkarten zeigte, dass wir nicht nur
„Hokuspokus“ erzählten. Die letzten 22 km nach Hess. Oldendorf waren
dann ein lockeres rollen: Ankunft 03:40 Uhr.
Bis zum südlichsten Punkt unseres Brevet waren wir in einem Schnitt von
30,5km/h unterwegs, nur die Gruppe wurde immer kleiner und so fanden
sich Bernd, Jockel, Wolfgang und ich zusammen und fuhren die
verbleibenden 220 km nach Hause. Jockel legte sich leider bei ein paar
fast parallel zur Strasse verlaufenden Bahnschienen auf die Straße; er
konnte aber mit Schmerzen weiterfahren. Den seitlichen „Angriffen“ von
Rehen, die unseren Weg kreuzen wollten, konnten wir auch abwehren – so
laut haben wir wohl alle beim radeln lange nicht mehr gebrüllt.
Landschaftlich ist das Weserbergland ganz toll – ein Hügel wechselt
sich mit dem anderen ab, dazwischen voll blühende Rapsfelder, Blumen
und blühende Sträucher überall und sehr viele Radwanderer.
Ein sonniger Tag mit einer fast Vollmond-Nacht. So schön kann nur „randonneuren“ sein.
Für die Statistiker: 422 km, netto Durchschn. 26,5 km/h, Gesamtzeit
20:10 h, knapp 2800 Hm, Verbrauch ca. 8000 kcal, ca 12 ltr. Flüssigkeit
getrunken, Gewichtsverlust ca. 1,5 kg.
Anmerkung: Nach 3,5 Std. Schlaf habe ich einen herrlichen
Morgenspaziergang an der Weser gemacht – diese unendliche morgendliche
Ruhe danach .....
Euer Wolfgang
28. April 2007
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