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Brevet Wolfenbüttel 200 km - 2007 |
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245 km bei Böen über 8 Windstärken.
Am vergangenen Samstag, den 17. März, stand für die ARA-Randonneure,
die am 20. August bei dem Radklassiker Paris-Brest-Paris (1220km
nonstop mit dem Rennrad) starten wollen, der erste 200km Brevet auf dem
Programm. Bis Juli müssen alle Randonneure, die in Paris starten
wollen, noch zusätzlich die Brevet 300, 400 und 600km fahren.
Wolfenbüttel, bei Braunschweig und in der Nähe des Harzes, gemischt mit
dem Wetter Schleswig-Holsteins im besten April: Regenschauer, ca. 6 –
8° Celsius, und ein Nord-West-Sturm mit 6 – 8 Windstärken, in den Böen
auch ein wenig mehr. Morgens um 08:00Uhr hatten alle 18 Teilnehmer ihre
Startunterlagen in den Händen: Kontrollkarte, Wegbeschreibung und eine
Kopie der dazugehörenden Landkarte.
Entlang der B 82 ging`s mit Rückenwind und einem Profil wie in
Ost-Holstein der gröberen Struktur über Blankenburg nach Quedlinburg.
Diese Orte liegen zwischen Wernigerode und Halberstadt und somit
nordöstlich des Harzes. Da viele Köche manchmal den „Brei verderben“,
hatten wir als ZehnerGruppe schon mal 12km mehr durch einen kleinen
Umweg auf unseren Tachos. Kontrolle heißt hier, jemanden finden, der
Stempel, Uhrzeit und Unterschrift auf der Kontrollkarte vermerkt –
meistens klappt das bei Tankstellen sehr gut.
Ziel der zweiten Kontrolle war dann ca. 75 km weiter Staßfurt, liegt so
ganz grobe Richtung zwischen Magdeburg und Aschersleben. Da wir dann
aber in Quedlinburg einen Wegweiser missgedeutet hatten, merkten wir
nach stressigen Anstieg in den Harz hinein, dass wir uns erneut
verfahren hatten – also neue Route zusammenstellen und über
Aschersleben nach Staßfurt; somit nicht den direkten Weg sondern mit
knapp 30km zusätzlichen in die zweite Kontrolle.
Jetzt kam es darauf an, wie der einzelne sich in der Gruppe für den
Rückweg einbrachte: Regenschauer, die etlichen Höhenmeter – dort ist es
nie flach!!! – und vor uns 100km Rückweg gegen den feste pustenden
NordWest mit 6 – 8 Windstärken. Härtester Abschnitt war sicher dabei
eine Kopfsteinpflasterpassage von etwa 6km Länge, ganz leicht bergan
und landschaftlich frei für den totalen Windangriff.
Andere Geräusche außerhalb des Sturmes und der Regenschauer waren dann
beim Vorbeifahren in Oschersleben zu hören ... Autos und Motorräder
drehten hier in einem Höllenlärm ihre Runden ... mal eine tolle
Abwechselung.
Ohne weitere Unterbrechung, nur mit dem unguten Gefühl der
heraufziehenden Dunkelheit, habe wir dann vor der vollen Dunkelheit
Wolfenbüttel erreicht. Alle habe ihre erste Qualifikation bestanden und
können froh und erleichtert ihren ersten Haken für Paris machen.
Da einige Schleswig-Holsteiner am Start waren, kam klar doch auch das
Gespräch auf, dass ja am nächsten Tag, der Sonntag, in Neumünster bei
Knut Kollbach noch ein 200er möglich wäre. Ich glaube, wer hier trotz
Voranmeldung nicht an den Start gegangen ist, hat gesundheitlich sicher
sehr sinnvoll gehandelt. Zehn bis zwölf Stunden im Sattel ist
eigentlich kein Ding, auch nicht an zwei aufeinander folgenden Tagen.
Nur sollte man in der augenblicklichen Jahreszeit nicht das zehrende
Wetter und der ja noch nicht voll aufgebaute Trainingszustand
berücksichtigt werden.
Und letztlich machen wir das alle, egal auf welchen Strecken wir
fahren, weil es unser Hobby ist und daher überwiegend SPASS machen soll.
Die Bilder sind vom Ausrichter Christian Ascheberg und zeigen, dass man
bei den Verhältnissen auch mit einem vollverkleideten Liegerad schnell
unterwegs sein kann.
Euer Wolfgang
www.hpv-ev.de/event/ara/bilder_index.html
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