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Melfar 2008, Dänemark- 24 Stunden Radrennen |
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Als Test vor dem Schweizer Radmarathon Anfang Juli habe ich mir die 24 Stunden von Melfar / Dänemark ausgesucht. Ein Terrain, welches mir aus dem Jahre 2005 bekannt war und durch sein Höhenprofil einige Höhenmeter versprach.
Vierzehn Tage Höhentraining im Zelt und mit der Maske auf der Rolle, Kräftigung im Studio für Rumpf und Beine sowie zusätzlich noch Powerplate – auf Fünen sollte sich zeigen, ob der Konditionsstand passt.
Definierte Ziele: innerhalb von zwölf Stunden 300km fahren, Essen und Trinken optimieren ( gerade wegen der hohen Temperaturen ), sowie austesten, nach kurzer und längerer Schlafpause wieder Tritt zu fassen: mit dem Gesamtziel ca. 450 – 500km insgesamt zu fahren.
Die dänischen Radfahrer sind mir in der Vergangenheit als engagierte
zügige Fahrer bekannt geworden. Und so war es dann auch gleich
nach dem Start: die erste von sechs Runde je ca. 59km mit
einem Schnitt über 30km/h. Temperaturen um die 28 – 30°C und östlicher
Wind um 3 – 4 Windstärken. Irgendwie kam der Wind mindestens immer von
der Seite, nur wenig von hinten. Und das Profil: Ostholstein pur mit
zusätzlich zwei längeren Anstiegen (für die SH-ler: Aschberg und
Westenseeberg).
Die erste Runde voll in der Gruppe, die zweite noch zeitweise und
danach dann allein auf den Runden – zu unterschiedlich ist dann doch
die Fahrweise von Fahrern, Gruppen, Gelände, Pausen usw. In der dritten
Runde bekam ich die Quittung für zu wenig trinken und essen, sowie eine
zu kurze erste Pause: ziemliche Magen und Muskelprobleme. Gegen Ende
der dritten Runde war dann alles wieder im Lot und ich fand meinen
gewohnten Rhythmus mit einem 26/27er Schnitt.
Einfach nicht dran gedacht: bei höheren Temperaturen gibt’s mehr
Schweiß – folglich muss der Pflege des Sitzfleisches besondere
Beachtung geschenkt werden. Die feuchten Toilettentücher hatte ich zu
hause vergessen – und die Sitzprobleme gingen so nach 250km los. In der
Nacht ging’s dann wieder sehr gut – einfach häufiger die Sitzposition
wechseln oder im Stehen fahren.
Nach der fünften 59er Runde waren 11:40Stunden um – 300km in den
Beinen. Belohnung: DUSCHEN und 20min REIKI – gleichbedeutend mit einem
kurzen Powerschlaf. Denn jetzt ging es auf eine innerörtliche,
beleuchtete Nachtrunde von 16km Länge. Ätzend langweilig und stupide in
der Nacht durch ein Industriegebiet zu fahren – aber gut für den Kopf.
Auf diesem Nachtkurs trafen sich häufiger Gruppen und es ging recht
flott zur Sache – um 04:00 Uhr legte ich mich zum Schlafen, 400km waren
erradelt und der Druck bei mir raus. Denn mein Ziel, 450 – 500km zu
erreichen, war gesichert.
Zwischen 05.30Uhr und 07:30Uhr bin ich dann noch locker in die
Morgensonne hinein ausgefahren – die Regeneration konnte beginnen. Und
so habe ich dann die „Industrierunde“ doch noch genießen können.
Abschließende Massage und duschen, sowie ein ausgiebiges Frühstück
waren dann die Belohnung für die vergangenen 21:40Stunden in
Middelfart, dem Start und Ziel von www.melfar24.dk
Heute, zwei Tage nach den 24Stunden bin ich wieder einigermaßen fit
und werde morgen eine lockere Runde radeln. Meinem Sitzfleisch geht es
wesentlich besser, ich kann ausreichend und gut schlafen und habe keine
Essprobleme. Mein Gewicht hat sich nicht verändert: es liegt nach wie
vor bei 68 – 69kg.
Das Copyright der Fotos auf dieser Seite liegt bei Gert Jensen.
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