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Melfar 24 Hour Cycling Challenge - 2005 |
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24 Stunden lang Regen, Wind und Kälte
Stürmisches Radrennen auf Fünen - Dänemark
Middelfart, im Westen der dänischen Insel Fünen, war der Start und Zielort meines diesjährigen 24- Stunden-Radrennens.
Neben einem Amerikaner war ich als einziger Deutscher in dem sechzig
Teilnehmer großen Starterfeld morgens um acht am Start. Für die
Veranstalter war es die zweite Veranstaltung, für mich nach dem
Nürburgring das zweite Radrennen über die 24-Stunden Distanz.
Die erste Strecke war ein Rundkurs von 260 km rund Fünen; Fünen hat ein
Profil etwa wie die Holsteinische Schweiz – ein ewiges auf und ab. Von
Beginn an stiegen die Dänen gleich richtig ein und machten Tempo – und
das bei Regenschauern und kühlen 10-12Grad. Wir waren etwa 15
Rennradler und so konnten wir uns bei dem stürmischen Wind doch ab und
zu auch einmal „verstecken“ und den Windschatten nutzen. Kurz vor Ende
dieser Runde erfasste mich eine Böe und ich stand förmlich im Wind, die
Gruppe war weg. Glücklicher weise waren es nur noch ca. 20km bis zum
Start-/Zielbereich.
Dort angekommen gönnte ich mir bei warmer Suppe eine kleine Pause und
dann ging es bis zum Dunkelwerden auf einen Rundkurs über 32km. Für die
Nacht hatten die Dänen dann eine 16 km lange Wendepunktstrecke
ausgesucht, die durch Straßenlampen beleuchtet war. Und zum Glück ließ
auch der Wind langsam ein wenig nach – dafür sank die Temperatur unter
10Grad.
Da ich kein dänisch kann, war der Tag und die Nacht eher eine „stille
Alleinfahrt“, was meiner Stimmung und meinem Willen, mindestens 500 km
zu fahren keinen Abbruch tat.
Vor dem Einsetzen der Nacht wurde es dann auf der Strecke recht ruhig,
weil sich doch viele Fahrer nach dem anstrengenden Tag in der
nahegelegenen Turnhalle zu einer Mütze voll Schlaf hinlegten. Um
Mitternacht war’s dann auch bei mir so weit, dass die Müdigkeit die
Oberhand gewann und ich mich ein wenig schlafen legte.
Der Start-/Zielbereich war als langer „Schlauch“ gestaltet. Mehrere
Partyzelte hintereinander – die Kontrolle erfolgte per Lesegerät über
einen Strichcode, wie wir das von unseren Einkäufen her kennen. Somit
bekamen wir bei jeder Durchfahrt unsere genauen Zeiten angezeigt – und
eine weitere Tackerklammer gab es an jedem Wendepunkt.
Nach 24 Stunden waren es dann 536 km. Für mich ein tolles Erlebnis und
Ergebnis und zur Belohnung eine Mütze voll Schlaf. Jeder von uns
erhielt neben einer Medaillie ein T-Shirt mit der gefahrenen km-Zahl
draufgedruckt – eine tolle Geste.
Bilder auf dieser Seite -
© Gerd Jensen
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